Waren es Adam und Eva, die als erste Ringe als Zeichen der Liebe und Verbundenheit tauschten? Waren sie es, die die ersten Eheringe trugen? Wir wissen es nicht – nur eins ist gewiss – diese beiden trugen wohl eher Ringe aus Gras! Die Geflechtart bestimmte dabei die Stammeszugehörigkeit.

Die echten ersten Trauringe tauchten erst in Rom auf.

2. Jahrhundert v. Christus

Erste schriftliche Überlieferung: Plautus – ein römischer Komödienschreiber, erwähnt den Ring als Zeichen der Liebe und beschreibt der Brauch der Ringübergabe durch den Verlobten. Der Ring ist Zeichen des Brautkaufs und das Versprechen für sie zu sorgen. Nur die Frau trug den Verlobungsring – es gab keinen Ringwechsel.

1. Jahrhundert nach Christus

Plinius der Ältere berichtet über Eheringe aus Eisen. Laut Gesetz war Eisen den Sklaven vorbehalten. Eisen hatte den Sinnbezug zum Fesseln. Wie wahr, denn sie schwor Treue – er nicht.

2. Jahrhundert nach Christus

Mit dem Aufstieg des römischen Reichs zur Weltherrschaft änderte sich auch die Ringmode. Die Frauen trugen goldene Ringe, die aufwändig verziert waren.

Bis ins Mittelalter wurden Eheringe nur an die Frau überreicht.

13./14. Jahrhundert

Beim Ehezeremoniell wurde nun die gegenseitige Treue durch den Ringwechsel zwischen beiden Traupartnern symbolisiert.

16. Jahrhundert

Bis zum 16. Jahrhundert erlebt die Herstellung von Liebes- und Freundschaftsringen eine Blütezeit. Oft konnte zwischen Liebes-, Freundschafts- und Eheringen gar nicht unterschieden werden.Die Ringe trugen Botschaften und die Steine wurden wegen ihrer Bedeutung (Rubin= Liebe; Safir = Treue, Diamant = Beständigkeit) verarbeitet. Symbole wie z.B. Totenkopf oder Skelett erinnerten an die Vergänglichkeit.

Hier ist ein so genannter Doppelring aus dem 16. Jahrhundert abgebildet. Zwei große, ausgefallene Fassungen aus Gold wurden mit einem Diamanten, der für die Ewigkeit steht, und einem Rubin, der die Liebe symbolisiert, besetzt. Die inneren Seiten sind mit dem Satz: “Was Gott vereint hat, soll der Mensch nicht trennen“ versehen.

 

Dieser Ring stammt aus der Renaissance und wurde auf einer Adelshochzeit im 15. Jahrhundert gewechselt. Der Diamant ist naturbelassen – er funkelt nicht, aber er symbolisiert durch seine Härte die Beständigkeit der Ehe.

18./19. Jahrhundert

Die Ringe waren jetzt sehr verspielt (z.B. große Ringköpfe mit Blütenbouquets, Karnevalsmasken mit verstecken Liebes-Botschaften) oder aber auch Ringe mit turtelnden Tauben oder Behältnisse um z.B. eine Locke der/des Liebsten mit sich zu tragen.

Bis vor 200 Jahren waren Eheringe also nicht so glatt wie heute, sondern zeigten sich sehr symbolfreudig. Der Wortlaut der Inschriften war früher reiflich überlegt. Die Inschriften zeigten die Moralvorstellung und religiösen Ziele der jeweiligen Zeit.

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